Organisation – die wichtigste Nebensache der Welt, nicht nur für Produktmanager

Das Credo des Organisators: „Es kommt drauf an!“ So auch bei der Wahl der richtigen Produktmanagement-Organisation.

Wie man es dreht und wendet, früher oder später mündet jede Initiative, jede Strategie, jedes Projekt, jeder Prozess in der Frage: „Und, wer macht’s?“ Ohne Organisation keine Organisation. Einer Berufsgruppe, mit der ich mich momentan intensiv befasse, steht genau vor dieser entscheidenden Weichenstellung. Frage 10 Produktmanager nach deren Herausforderungen im Tagesgeschäft und mindestens acht werden die Organisation des Produktmanagements nennen. Fragt man dann, was die entscheidenden Kriterien für die Wahl der richtigen aufbauorganisatorischen Lösung sind, kommt man häufig vom Hundertsten ins Tausendste.

Antworten liefert z.B. das diesjährige ibo Trendforum Produktmanagement in Berlin. Am 24.06.2014 diskutieren dort Top-Referenten, worauf es bei der Gestaltung eines innovativen und Kunden zentrierten Produktmanagements ankommt.

Vom Groben ins Detail heißt Zusammenhänge erkennen.

Übertragen auf das Produktmanagement müsste die Maxime folgendermaßen lauten:

1. Schaffe solche Strukturen, die Prozesse nicht behindern, sondern ermöglichen.
2. Richte die Prozesse an den Produktanforderungen und Kundenbedürfnissen aus.
3. Handele stets strategiekonform.
4. Ausnahmen bestätigen die Regel.
(In Anlehnung an den eher akademischen Wunschgedanken Structure follows Process follows Strategy, der die idealtypische Organisation der Unternehmung beschreibt, siehe Abb.).

Structure follows...

Nun wird der ein oder andere Produktmanager (mit Recht) behaupten: „Für die Strategie bin ich nicht zuständig, genauso wenig für Prozesse und Strukturen.“ Stimmt auch, zumindest in den meisten Fällen. Dennoch, auch wenn man dafür „nicht zuständig“ ist, so ist es doch die Aufgabe eines jeden, die Zusammenhänge zu kennen und zu verstehen. Oder anders gefragt: „Was würde passieren, wenn wir die Zusammenhänge nicht kennen?“ Meine Antwort: Doppelarbeiten, Abstimmungsprobleme, sprich Verschwendung und Frustration wären Tür und Tor geöffnet. Abgesehen von der fehlenden Kundenorientierung und Motivation, die hinter einer gut angelegten Strategie und Vision stecken.

Ein jeder (nicht nur Produktmanager) ist daher gut beraten, wenn er zumindest die Antworten auf die wesentlichen unternehmerischen und organisatorischen Fragen liefern kann.

Können Sie? Machen Sie doch gemeinsam mit Ihren Kollegen/innen anhand der unten aufgezeigten Zusammenhänge und Fragen einfach mal den Selbsttest.

Richtig


Sicherlich, die Fragen sind nicht abschließend und die Aufteilung in die fünf Themenfelder ist eher dem methodisch, analytischen Vorgehen geschuldet. Es zeigt sich jedoch immer wieder, dass der Zugang und die Beantwortung leichter fällt, wenn die fünf Fragenkomplexe zunächst isoliert voneinander betrachtet werden und möglichst den Ist-Zustand widerspiegeln. Anschließend sind die Zusammenhänge aufzudecken und die Antworten auf Konsistenz zu prüfen. Die Basis für Soll-Szenarien, erste Initiativen und Optimierungen ist damit gelegt.

Mein Tipp: Nutzen Sie die Fragen dieser fünf Themenfelder als Einstieg für Ihren nächsten Strategieprozess oder machen Sie im Kollegenkreis einfach mal den Selbsttest!

 

 

 

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