Status Quo Agile 2016/2017: 3. Studie zu agilen Methoden in der Praxis!

Die 3. Studie der Hochschule Koblenz über Erfolg und Anwendungsformen von agilen Methoden ist veröffentlicht. Der vollständige Abschlussbericht in der Kurz- und Langfassung steht unter http://www.status-quo-agile.de zum Download bereit.

Auszugsweise darf ich die Highlights der Studie bereits hier präsentieren (Quellenverweis: „Studie Status Quo Agile – Verbreitung und Nutzen agiler Methoden, BPM-Labor HS Koblenz, Prof. Dr. Komus“):

  • Die Erfolgsquote agiler Methoden wird nach wie vor deutlich positiver bewertet als die des klassischen Projektmanagements.
  • Die positivere Einschätzung der Erfolgsquote agiler Methoden ist nach wie vor sehr deutlich, aber geringfügig weniger „enthusiastisch“ als in früheren Erhebungen.
  • Die deutliche Mehrheit der Anwender agiler Methoden nutzt diese selektiv oder in einer Mischform.
  • Wieder verzeichnen die durchgängig agilen Anwender den höchsten Anteil sehr erfolgreicher Aktivitäten – auch im Vergleich zu hybriden oder selektiven Anwendern.
  • Nur 7% der Befragten verneinen eine Verbesserung von Ergebnissen und Effizienz durch agile Methoden.
  • 91% sehen die Verbesserungen als (sehr viel) höher als den benötigten Aufwand zur Einführung der agilen Methoden an.
  • Agile Methoden werden weiterhin vor allem in der Softwareentwicklung genutzt, aber bereits 40% bzw. 34% der Teilnehmer nutzen agile Methoden für „nur“ IT-nahe bzw. Nicht-IT-Aktivitäten.
  • Mit 85% ist Scrum die meistgenutzte agile Methode. Danach folgen Kanban, Lean und DevOps.
  • Bei agilen Teams dominiert die Teamgröße von 5-9 Personen deutlich.
  • Bei 39% der Befragten wird der Scrum Master durch einen Projektleiter ergänzt oder der Scrum Master agiert sogar eher wie ein Projektleiter.
  • Bei fast drei Fünftel der Befragten dauert der Scrum-Sprint zwei Wochen.
  • 69% der Kanban-Teams haben einen Product Owner.
  • 72% der Anwender agiler Methoden sehen in ihrem Umfeld Wandel als integralen Bestandteil der Unternehmenskultur. Bei Anwendern klassischen Projektmanagements liegt dieser Wert nur bei 50%.
  • Die Top 3 Gründe für die Anwendung agiler Methoden sind eine kürzere Produkteinführungszeit, die Optimierung der Qualität und die Reduktion der Risiken des Projekts.
  • Nur ein Drittel der Teilnehmer sieht maßgebliche Gründe agile Methoden nicht zu nutzen – bspw. zu hoher Aufwand oder Kosten. Ein Drittel plant sich mit dem Thema zu beschäftigen. Knapp 30% fehlt das Wissen zu agile Methoden.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch die korrespondierende Studie: Challenges with Lean-Agile Transformation – Survey Results
Weitere aussagekräftige Benchmark-Studien zum aktuellen Status agiler und ‚klassischer‘ Projektmanagement-Methoden in der Praxis gibt’s unter: http://swissq.it/de/agile/research-information2/

 

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